Finanzierung neu ordnen

DIE AUSGANGSLAGE

Die Finanzierung war nur ein Teil der Herausforderung.

Eine mittelständische Fertigungsgruppe war aus einer anhaltenden Ertragskrise in eine Liquiditätskrise geraten. Die wirtschaftliche Situation war bestandsgefährdend und erforderte zusätzliche Finanzierung.

Neben der Frage nach der weiteren Finanzierung musste deshalb geklärt werden, welche Maßnahmen für eine wirtschaftliche Stabilisierung erforderlich waren und ob diese von den Beteiligten tatsächlich umgesetzt werden konnten.

Dieses Praxisbeispiel basiert auf einem realen Mandat. Unternehmens- und personenbezogene Angaben wurden zum Schutz des Mandanten anonymisiert.

Situation

Eine anhaltende Ertragskrise hatte zu einer bestandsgefährdenden Liquiditätssituation geführt.

Herausforderung

Zusätzlicher Finanzierungsbedarf traf auf erheblichen wirtschaftlichen und organisatorischen Handlungsbedarf.

Ziel

Finanzierungsbedarf beziffern und eine belastbare Grundlage für Maßnahmen und Bankgespräche schaffen.
DIE EINORDNUNG

Finanzierung allein würde das Problem nicht lösen.

Die Erstanalyse machte den wirtschaftlichen und finanziellen Handlungsbedarf transparent. Entscheidend war jedoch nicht allein, ob sich rechnerisch ein tragfähiger Weg darstellen ließ.

Ebenso wichtig war die Frage, ob die notwendigen Maßnahmen von den Beteiligten tatsächlich umgesetzt werden konnten. Dieses Risiko wurde bereits früh im Prozess ausdrücklich benannt und dokumentiert.

Bereits vier Monate vor Abgabe der Prognose wurde schriftlich festgehalten, dass erhebliche Risiken hinsichtlich der Umsetzung der notwendigen Maßnahmen bestanden und diese die Sanierungsfähigkeit gefährden könnten.

Die Fortführungsprognose in Anlehnung an IDW S6 wurde deshalb ausdrücklich unter den Vorbehalt der Maßnahmenumsetzung gestellt. Sie war eine Bedingung, keine Zusage.
UNSER VORGEHEN

Finanzierung und Maßnahmen zusammenführen.

Nach der Erstanalyse wurden die Ergebnisse gemeinsam mit der Geschäftsführung des Unternehmens der finanzierenden Bank vorgestellt. Darauf aufbauend entstand ein konkreter Maßnahmenplan als Grundlage für die weitere Planung und Finanzierung.
01

Situation analysieren

Die wirtschaftliche und finanzielle Ausgangslage wurde untersucht und der konkrete Handlungsbedarf herausgearbeitet.
02

Maßnahmen planen

Jede Maßnahme wurde mit Feststellung, Verantwortlichem, Zeitfenster und Euro-Effekt konkretisiert.
03

Wirkung zuordnen

Die Auswirkungen auf Liquidität und Ertrag wurden getrennt ausgewiesen und mit der Planung abgeglichen.
04

Finanzierung abstimmen

Planung und Maßnahmen bildeten die Grundlage für die weitere Abstimmung mit der finanzierenden Bank und die Fortführungsprognose in Anlehnung an IDW S6.
DIE ENTWICKLUNG

Was die Finanzierung ermöglichte.

Der Gesellschafterkreis stellte Sicherheiten über 300 TEUR, woraufhin die Kreditlinie in gleicher Höhe ausgeweitet wurde. Die Planung zeigte unter der Voraussetzung der Maßnahmenumsetzung einen Weg aus der angespannten Liquiditätssituation.

Die Bank prolongierte auf Basis eines gemeinsam entwickelten Aktionsplans. Damit war die finanzielle Grundlage für den vorgesehenen Weg geschaffen. Ob dieser Weg tatsächlich tragen würde, hing jedoch weiterhin von der Umsetzung der vereinbarten Maßnahmen ab.

Sicherheiten

Der Gesellschafterkreis stellte Sicherheiten über 300 TEUR.

Kreditlinie

Die Kreditlinie wurde in gleicher Höhe ausgeweitet.

Grundlage

Die Prolongation erfolgte auf Basis eines gemeinsam entwickelten Aktionsplans.
DIE WEITERE ENTWICKLUNG

Wie es ausging und warum wir den Fall trotzdem zeigen.

Die erforderlichen Maßnahmen wurden nicht ausreichend umgesetzt. Fünfzehn Monate nach unserem ersten Hinweis trat die Zahlungsunfähigkeit ein. Damit realisierte sich ein Risiko, auf das bereits zu Beginn ausdrücklich hingewiesen worden war.

Als die erforderliche Umsetzung ausblieb, wurden die bestehenden Risiken und die daraus resultierenden Konsequenzen erneut schriftlich festgehalten. Da weiterhin wesentliche Umsetzungsergebnisse ausblieben, wurde die Zusammenarbeit ruhend gestellt.

Wir zeigen diesen Fall, weil wirtschaftliche Tragfähigkeit allein nicht ausreicht. Entscheidend ist auch, ob die notwendigen Maßnahmen tatsächlich umgesetzt werden können. Deshalb beziehen wir die Umsetzbarkeit frühzeitig in unsere Beurteilung ein und dokumentieren erkennbare Risiken, bevor darauf weitere Entscheidungen aufgebaut werden.
DIE PASSENDE LÖSUNG

Unternehmen finanzieren und Handlungsspielraum sichern.

Eine tragfähige Finanzierung braucht mehr als zusätzliches Kapital. Entscheidend ist, den tatsächlichen Finanzierungsbedarf zu kennen, die wirtschaftliche Entwicklung belastbar zu planen und notwendige Maßnahmen mit ihrer Wirkung auf Liquidität und Ertrag zu verbinden.

Gerade in angespannten Situationen gehört dazu auch die Frage, ob der geplante Weg mit den vorhandenen Strukturen und Beteiligten tatsächlich umgesetzt werden kann.

01

Bedarf klären

Kapitalbedarf und zukünftige Liquiditätsentwicklung transparent machen.
02

Finanzierung strukturieren

Planung, Maßnahmen und Finanzierungsbedarf nachvollziehbar zusammenführen.
03

Tragfähigkeit prüfen

Wirtschaftliche Entwicklung und Umsetzbarkeit gemeinsam betrachten.
INS GESPRÄCH KOMMEN

Ihre Finanzierungssituation ist anders? Sprechen wir darüber.

Finanzierungsbedarf entsteht aus unterschiedlichen unternehmerischen Situationen wie Wachstum, Investitionen oder Veränderungen im laufenden Geschäft. In einem ersten Gespräch schauen wir gemeinsam auf Ihre Ausgangslage und darauf, wie eine passende Finanzierungsstruktur aussehen kann.

Sie möchten uns lieber schreiben?

Schildern Sie uns kurz Ihr Anliegen. Wir melden uns zeitnah persönlich bei Ihnen.