Nachfolge gestalten

DIE AUSGANGSLAGE

Restrukturierung und Nachfolge mussten gemeinsam gedacht werden.

Zwei verbundene mittelständische Fertigungsgesellschaften hatten über Jahre gemeinsam Substanz aufgebaut und zugleich defizitär gearbeitet. Die Liquidität war angespannt, der Restrukturierungs- und Investitionsbedarf erheblich.

Gleichzeitig näherte sich die Unternehmerseite dem Ruhestand, ohne dass die Nachfolge geklärt war. Damit standen zwei Fragen gleichzeitig im Raum: Wie konnten die Unternehmen wirtschaftlich neu aufgestellt werden und welcher Weg war für die zukünftige Eigentümerstruktur tragfähig?

Dieses Praxisbeispiel basiert auf einem realen Mandat. Unternehmens- und personenbezogene Angaben wurden zum Schutz des Mandanten anonymisiert.

Situation

Defizitäre Entwicklung und angespannte Liquidität trafen auf eine gleichzeitig ungeklärte Altersnachfolge.

Herausforderung

Restrukturierungsbedarf, Investitionen und Gesellschafterfragen mussten in einer gemeinsamen Betrachtung zusammengeführt werden.

Ziel

Realistische Nachfolgeoptionen wirtschaftlich bewerten und eine gemeinsame Entscheidungsgrundlage für die Gesellschafter schaffen.
DIE EINORDNUNG

Drei mögliche Wege brauchten eine gemeinsame Zahlenbasis.

Eine Nachfolgeentscheidung ließ sich in dieser Situation nicht losgelöst von der wirtschaftlichen Entwicklung der Unternehmen treffen. Zunächst musste deshalb transparent werden, wie sich Ertragskraft, Liquidität und Kapitalbedarf unter verschiedenen Annahmen entwickeln würden.

Auf dieser Grundlage konnten drei konkrete Wege parallel betrachtet werden: die operative Zusammenlegung beider Unternehmen, der Anteilsverkauf nach innen und der Unternehmensverkauf nach außen.
Die Wertermittlung erfolgte auf Basis eines Asset Deals in Verbindung mit dem erzielbaren Liquidationserfolg und wurde anhand der antizipierten Ergebnisentwicklung verifiziert. Der Auftrag umfasste keine Unternehmensbewertung in Anlehnung an IDW S1.
UNSER VORGEHEN

Erst die wirtschaftliche Basis, dann die Nachfolgeoptionen.

Im ersten Schritt entstand ein Restrukturierungskonzept, das die wirtschaftliche Ausgangslage und die zukünftige Entwicklung beider Gesellschaften zusammenführte. Darauf aufbauend wurde eine Entscheidungsvorlage entwickelt, mit der die Gesellschafter drei konkrete Handlungsalternativen vergleichen konnten.
01

Ausgangslage analysieren

Gesellschaftsrechtliche Situation, Krisenstadium, Organisation, Markt und Wettbewerb wurden gemeinsam betrachtet.
02

Wirtschaftlichkeit prüfen

Nachkalkulation und Segmentprofitabilität machten sichtbar, wo Ergebnisbeiträge entstanden und wo Handlungsbedarf bestand.
03

Entwicklung planen

Eine integrierte GuV-, Bilanz- und Cashflow-Planung verband die Maßnahmen mit ihrer zukünftigen wirtschaftlichen Wirkung.
04

Optionen bewerten

Operative Zusammenlegung, Anteilsverkauf nach innen und Unternehmensverkauf nach außen wurden mit Wertansätzen und Szenarien gegenübergestellt.
DIE ENTWICKLUNG

Was die gemeinsame Zahlenbasis verändert hat.

Die Entscheidungsvorlage schuf erstmals eine gemeinsame wirtschaftliche Grundlage für alle Gesellschafter. Statt unterschiedliche Vorstellungen über die Zukunft der Unternehmen abstrakt gegenüberzustellen, konnten drei konkret bezifferte Alternativen miteinander verglichen werden.

Damit verlagerte sich die Diskussion von der Frage, wer mit seiner Einschätzung recht hatte, auf die Frage, welcher der dargestellten Wege gewählt werden sollte.

Handlungsalternativen

Operative Zusammenlegung, Anteilsverkauf nach innen und Unternehmensverkauf nach außen wurden parallel bewertet.

Zahlenbasis

GuV, Bilanz und Cashflow wurden zu einer gemeinsamen wirtschaftlichen Entscheidungsgrundlage verbunden.

Entscheidungsvorlage

Die Entscheidungsvorlage entstand innerhalb von fünf Wochen ab Beauftragung.
DIE PASSENDE LÖSUNG

Unternehmen übergeben und Nachfolge vorausschauend gestalten.

Unternehmensnachfolge ist nicht nur eine Frage der zukünftigen Eigentümer. Gerade wenn gleichzeitig wirtschaftlicher Handlungsbedarf besteht, müssen Nachfolge, Finanzierung und zukünftige Unternehmensentwicklung gemeinsam betrachtet werden.

Eine belastbare Entscheidungsgrundlage macht unterschiedliche Wege vergleichbar und schafft Klarheit darüber, welche Konsequenzen die einzelnen Optionen für Unternehmen und Gesellschafter haben.
01

Ausgangslage klären

Wirtschaftliche Situation und Ziele der Gesellschafter gemeinsam betrachten.
02

Wege vergleichen

Realistische Nachfolgeoptionen entwickeln und wirtschaftlich gegenüberstellen.
03

Entscheidung vorbereiten

Auswirkungen, Kapitalbedarf und Umsetzbarkeit der unterschiedlichen Wege transparent machen.
INS GESPRÄCH KOMMEN

Ihre Nachfolgesituation ist anders? Sprechen wir darüber.

Jede Unternehmensnachfolge bringt unterschiedliche persönliche, familiäre und wirtschaftliche Fragen mit sich. In einem ersten Gespräch schauen wir gemeinsam auf Ihre Ausgangslage und darauf, welche nächsten Schritte für eine tragfähige Nachfolgelösung sinnvoll sein können.

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